Der Kunde bei der Promotion ist immer etwas kompliziert und nicht alle kann man über einen Kamm scheren. Metro Kunden sind anders als Kaisers Kunden und diese wiederum anders als Real Markt Kunden und diese wiederum anders als Reichelt Kunden. Theoretisch muss jeder Kunde Individuell betreut werden, doch ist dies nicht immer möglich wenn man viel verkaufen möchte.
Aufschwatzen ist hingegen der falsche Weg. Es kommt immer darauf an, wie man den Kunden anspricht und was man ihm Attraktives anbietet. Der eine ist Älter, der andere Jünger. Der Produktname sollte auf jeden Fall mit erwähnt werden, denn schließlich geht es dem Auftraggeber auch darum Bekannt zu werden. Von daher zählt der erste Eindruck. Deswegen sollten die Flaschenetiketten zum Beispiel auch immer nach vorn gedreht sein. Manche Personen kann man mit einem einfachen “Du” ansprechen, andere mit einem freundlichen “Hallo” oder “Sie”. Kunden die das Produkt auf ihrem Einkaufszettel haben, kaufen es sowieso, doch müssen alle anderen auch bedient werden. Oft entscheiden die Frauen was gekauft wird und was nicht. Daher ist es effektiver, die Kunden schon von weitem zu beobachten und versuchen beide anzusprechen. Bauarbeiter oder ähnliche Personengruppen kaufen ebenfalls nur das was ihr Chef in Auftrag gegeben hat und gerade Alkoholhaltige Getränke lassen sich schwerer Promoten als eine Brause zum Beispiel. Sekt und Wein laufen besser als ein Schnaps. Wodka wiederum besser als ein Kräuterschnaps. Ihr seht also, Promoten ist gar nicht so einfach. Man kann daraus echt eine Wissenschaft machen. Doch sollte man stets wissen, was man erzählt. Nicht mal wegen möglichen Kontrollen, sondern es kann doch mal einer bei sein, der Ahnung von der ganzen Sache hat. Und ich habe schon oft erlebt das die Kunden jede Kleinigkeit erklärt haben wollten. Manchmal muss man aber auch passen und dann ist es sinnvoller den Kunden auf den Hersteller an sich zu hin zuweisen oder doch bitte auf der Hersteller-Webseite eine eMail zu schreiben.
Erst wenn der Kunde am Stand steht kann man wirklich auf ihn eingehen. Praktisch ist es, wenn man immer noch ein Alternativ-Produkt anbieten kann. Bei Kaffee sicherlich schwer aber bei anderen Aktionen durchaus möglich. Doch ist das nicht alles. Auch der Stand sollte gut ausgestattet sein und dem Kunden etwas fürs Auge bieten können und auch wenn es nervt, die Kunden hören sich gerne alle Dinge doppelt an. Viele hören gar nicht so wirklich hin was man erzählt, sie wollen sich berieseln lassen und wenn es ihnen in den Kram passt, dann kaufen sie es. Flyer mitgeben gehört zu den A’s und O’s, wie auch immer freundlich sein, lächeln und Späßchen oder Sprüche machen. Doch auch da sollte man vorsichtig sein, die einen können das ab und die anderen nicht. Was in Berlin Funktioniert, muss nicht in Hamburg klappen.
Einigen Kunden gebe ich auch Beispiele wofür oder wo bzw. wann sie das Produkt am besten gebrauchen könnten, denn oftmals können einige mit dem Produkt nichts richtiges anfangen. Davon gehört haben Sie meist schon aber was stellt man damit an ?Das ist ein häufiges Problem der Modernen Welt. Selbst was “on the Rocks” ist, musste ich schon etlichen Kunden erklären. Es gibt auch einige wenige Kunden-Gruppen, von denen eher weniger zu erwarten ist. Das sind häufig Chinesen, Japaner, Italiener und Russen,da diesen ein Bitter Getränk meist gar nicht schmeckt und ohnehin kaufen sie meist nur das, was sie schon kennen, falls nicht auch die Mafia Selbst ein Einkaufszettel mitgibt. Türken hingegen kaufen zumindest in Berlin gerne viel. Viele haben einen Spätkauf, ein Internet Café oder einen Döner Laden. Deutsche hingegen kaufen ziemlich wahllos ein und lassen sich von guten Dingen leicht überzeugen, sie müssen nur Lust haben etwas mit zunehmen und diese Lust gilt es zu wecken. Was schlecht rüber kommt, wird auch nicht gekauft und was schlecht ist, findet man dann beim Teleshoping wieder.
Es ist auch nicht schlimm, sich den Ausweis mal zeigen zu lassen. Gerade wenn man nicht bei der Metro oder ähnlichem zugegen ist, denn auch der Promoter kann bestraft werden.

